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BMBF- Nachwuchsgruppe ELSA: Würde in der Gentechnologie

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Gentechnologie war und bleibt umstritten, auch in der Bioethik. Eine der zentralen Fragen, die sich angesichts der Möglichkeiten gentechnischer Eingriffe ergab, ist folgende: Dürfen wir mit Pflanzen und Tieren alles machen, was wir können? Oder haben auch sie etwas wie eine eigene „Würde“, die bei technischen Zugriffen zu achten und zu beachten ist?

Daraus entstand das Projekt „Würde in der Gentechnologie“, das von März 2005 bis Dezember 2010 am Lehrstuhl für Angewandte Ethik vom BMBF gefördert wurde. Ziel des Vorhabens war es, den Begriff der Würde der Kreatur und damit verbundene Fragestellungen zum moralischen Status nicht-menschlicher Lebewesen zu klären, soweit dies für gentechnologische Anwendungen von Bedeutung ist. 

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Die Gesamtlaufdauer betrug insgesamt acht Jahre (bis Ende Februar 2013).

 

Mitarbeiter:

Leiter der Nachwuchsgruppe:

Prof. Dr. Peter Kunzmann

(Übernahme der Leitung am 01.01.2006 von Dr. Anne Siegetsleitner)


Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Dr. Sabine Odparlik (1.03.2005-31.12.2010),

Dr. Dirk Preuß (1.03.2008-28.02.2010)

 

Entsprechend den Wünschen des BMBFs, eine Verstetigung des Projekts am Lehrstuhl für Angewandte Ethik zu erreichen, ist es gelungen, Mitarbeiter des Projekts längerfristig an den Lehrstuhl für Angewandte Ethik zu binden: Prof. Dr. Peter Kunzmann als akademischer Rat; Dr. Sabine Odparlik als wissenschaftliche Assistentin und Dr. Dirk Preuß als externer Habilitant.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

 


 

 

Das Projekt setzte sich zum Ziel:

  • die Theorien aufzuarbeiten, die auch den nicht-menschlichen Lebewesen eine Würde zusprechen;
  • Konsequenzen daraus für die Frage nach der ethischen Legitimierbarkeit von Gentechnik zu erarbeiten;
  • den lebendigen Austausch mit anderen Institutionen zu pflegen, die mit Fragen nach dem verantworteten Einsatz von Gentechnik befasst sind. Eine vollständige Liste unserer Kooperationspartner ist weiter unten aufgeführt.
  • den Dialog mit der Öffentlichkeit über solche Fragen zu suchen und zu fördern und den gesellschaftlichen Diskurs darüber anzuregen.


Dazu diente auch der Aufbau einer Fachbibliothek zum Thema. Der Bestand dort umfasst (Stand Juni 2011):

  • 683 Objekte, welche insgesamt 979 einzelne Texte umfassen (70 % verschlagwortet)
  • Monographien:183
  • Sammelbände: 160
  • Journal Artikel: 202
  • Zeitungsartikel: 22
  • Einzelbeiträge/Lexikonartikel (die nicht in den o.g. Sammelbänden enthalten sind): 76
  • Lexika: 3
  • Tagungsbände: 8
  • Sonstige (Stellungnahmen, Berichte etc): 26
  • Doktorarbeiten: 3




Aus diesem Bestand wurde eine ausführliche, verschlagwortete Literaturliste zur Recherche zum Begriff "Würde" erstellt. Sie ist online abrufbar:

"Würde" in der Angewandten Ethik, Schwerpunkt Bioethik (Stand, Juni 2011)

Die Fachbibliothek ist im Juni 2012 in den Bestand der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) eingegangen. Eine Recherche ist über den online-Katalog der ThULB (http://kataloge.thulb.uni-jena.de/DB=1/LNG=DU/) möglich.

 

 

 

Die Würde der Kreatur

 

Sammelband:

 

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Diesem Schlüsselbegriff der Diskussion widmet sich der erste gemeinsame Band der Projektgruppe, Okt. 2007 bei Utz erschienen. Dieses Buch versammelt alle Beiträge einer entsprechenden ta ethika Vortragsreihe, die im Wintersemester 2005/06 unter dem Titel „Würde nichtmenschlicher Lebewesen“ in Jena stattfand.
Es enthält außerdem die Beiträge von P. Kunzmann: „Der stumme Appell um Schonung. Hans Jonas und der systematische Ort einer ‚Würde der Kreatur’“, von S. Odparlik : „Und die Würde der Pflanze?“ und von A. Siegetsleitner: "Zur Würde nichtmenschlicher Lebewesen".

 

Weitere Veröffentlichungen zum Thema siehe Publikationsübersicht unten.

 

Skizze der bisherigen Ergebnisse:

Es hat sich gezeigt, dass sich die im Antrag gegebene Vorgabe, den Begriff etappenweise erst mit Blick auf Pflanzen und Mikroorganismen und dann auf Tiere zu bearbeiten, nicht sinnvoll einlösen lässt. Die wesentlichen systematischen Fragen nach einem moralischen Status nichtmenschlicher Lebewesen überschreiten die jeweiligen Grenzen der verschiedenen Reiche des Lebendigen. Das ist der Fall, da die Frage nach der Würde nichtmenschlicher Organismen sich grundsätzlich als eine Frage nach der normativen Geltung des Natürlichen bzw. des Lebendigen zeigt, die in der Auseinandersetzung mit dem Begriff immer mit bedacht werden muss.

Darüber hinaus hat sich herausgestellt, dass weder die Würde des Tieres noch die der Pflanze als defizitäre Abschattung oder als eine Ausdehnung der Menschenwürde verstanden werden kann, sondern vielmehr als ihr Korrelat. Es geht also gerade darum, den außermenschlichen Kreaturen das ihnen Gemäße zukommen zu lassen. Von diesem Standpunkt aus erscheint es möglich, auch anderen Lebewesen etwas wie Würde zuzuerkennen.

Die Würde der Kreatur hat sich als ein hervorragendes Instrument zur Analyse moralischer Intuitionen erwiesen. Als ethisches Prinzip schließt sie die Verpflichtung des Menschen ein, dem eigenen Gut nichtmenschlicher Lebewesen Rechnung zu tragen und es so weit wie möglich zu schonen. Als Rechtsbegriff erweist er sich allerdings als problematisch, da er als moralisches Postulat vieles einschließt, was nicht oder nicht einfach zu verrechtlichen ist.

 

 

Eine Würde des Tieres?

 

Monographie:

 

2007 erschien die Studie von Peter Kunzmann: "Die Würde des Tieres – zwischen Leerformel und Prinzip" im Verlag Karl Alber, Freiburg/Br.

 

pub_leerformel Für Tiere wird ein moralischer Status immer nachdrücklicher gefordert. Hier hat sich die Rede von einer „Würde“ am besten etabliert, geht es doch darum, den Gedanken eines ethischen Tierschutzes nicht auf das Vermeiden von Schmerzen zu beschränken: Eigenwert und Eigenart von Tieren zu respektieren, verstehen heute schon viele Menschen als eine adäquate Art, Tieren moralisch zu begegnen.

 

pub_EKAH_Primaten In Kooperation mit dem TTN München wurde von Peter Kunzmann und Nikolaus Knoepffler für die Eidgenössische Ethikkommission für Biotechnologie im Außerhumanbereich (EKAH) ein Beitrag zum „Moralischen Status von Primaten“ verfasst, der 2011 als selbstständige Schrift in der Reihe „Beiträge zur Ethik und Biotechnologie“ erschienen ist.

 

Weitere Veröffentlichungen zum Thema siehe Publikationsübersicht unten.

 

Skizze der bisherigen Ergebnisse:

Der Begriff der Würde des Tieres hat sich in wenigen Jahren außerordentlich stark verbreitet. Er steht für den massiven Bedarf nach einem Prinzip, das eine Tierethik über den pathozentrischen Tierschutz hinaus begründen kann. Dieses Anliegen zeigt sich darin, dass mit der Verwendung des Tierwürdebegriffs solche Verhältnisse zwischen Menschen und Tieren als bedenklich oder sogar abstoßend deklariert werden, welche sich aus dem Blickwinkel des pathozentrischen Tierschutzes nicht anprangern lassen. Es wurde herausgearbeitet, dass sich die Funktionen der Zuschreibung von Tierwürde dabei in zwei mal zwei Dimensionen zeigen:

(1) Mit Blick auf den Menschen: Die Kennzeichnung einer Haltung oder einer Handlung (aber nicht beides).

(2) Mit Blick auf das Tier: Die Respektierung von Eigenwert und Eigenart (oder beides).

 

 

Eine Würde der Pflanze?


Einen eigenen Akzent der Arbeit bildet die Frage nach dem moralischen Status der Pflanzen vor dem Hintergrund der „Grünen Gentechnik“.

 

Sammelband:

 

publ_pflanzen_bioethik

Möglicherweise gibt es eine moralische Intuition, die Pflanzen einschließt. Doch scheint sie nicht sehr weit zu gehen, denn trotz unseres täglichen zerstörerischen Umgangs mit pflanzlichen Lebewesen wird Ihr Schutz – sofern sie überhaupt in den Fokus bioethischer Überlegungen rücken – üblicherweise nicht um ihrer selbst willen gefördert. Seit der Einführung des Begriffs »Würde der Kreatur« scheint der Einzug der Pflanzen in die ethische Debatte unausweichlich.

 

Was genau ist das Schutzgut bei der »Würde von Pflanzen« und welche Handlungen an Pflanzen stehen demzufolge auf dem Prüfstand? Viele solcher Fragen werden im zweiten gemeinsamen Band der Projektgruppe, 2008 bei Utz erschienen, behandelt. Er versammelt Beiträge von Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen einer Klausurtagung, die vom 29. Mai bis 1. Juni 2007 im Schloss Eyba stattfand.

Er enthält außerdem die Beiträge von P. Kunzmann: „Die Stufen des Ethischen und die Pflanze“ und S. Odparlik „Die Würde der Pflanze zwischen Gleichheit und Andersartigkeit“ sowie S. Odparlik „Die Individualität der Pflanzen im Kontext der Diskussion um die Würde der Kreatur“.

 

Monographie:

 

pub_pflanzenwuerde

Sollte man in Bezug auf Pflanzen von Würde sprechen? Ist es möglich, die Idee der Würde der Pflanze zu einer plausiblen Konzeption weiterzuentwickeln? Kann diese als ein sinnvolles ethisches Prinzip dienen? Ist die ethische Bewertung von Verfahren der Grünen Gentechnik anhand eines solchen Konzepts möglich? Was kann in diesem Rahmen als Bewertungskriterium dienen, wenn doch das Wohlbefinden nicht betroffen sein kann?

 

Solche Fragen stellen die Skeptiker. Dennoch wird gerade im Kontext der Diskussion um die Würde nichtmenschlicher Lebewesen zunehmend danach gefragt, ob nicht auch gentechnische Zugriffe auf Pflanzen auf den Prüfstand zu stellen sind. Die von S. Odparlik als Ergebnis Ihres 2009 erfolgreich abgeschlossenen Dissertationsvorhabens vorgelegte Monographie „Die Würde der Pflanze. Ein sinnvolles ethisches Prinzip im Kontext der Grünen Gentechnik?“, 2010 bei Utz erschienen, schlägt eine Antwort auf diese Fragen vor.

 

 

Weitere Veröffentlichungen zum Thema siehe Publikationsübersicht unten.

 

 

Skizze der bisherigen Ergebnisse:

Es werden verschiedene Begründungen für das Übertragen des Würdebegriffs auf Pflanzen vorgelegt. Einigkeit zeigt sich bei den Verfechtern der Würde der Pflanze allerdings darin, dass sie mit diesem Begriff der moralischen Forderung Ausdruck verleihen wollen, auch pflanzliche Lebewesen um ihrer selbst willen moralisch zu berücksichtigen. Kritiker halten dem entgegen, dass nur empfindungsfähige Lebewesen direkt berücksichtigt werden können. Allerdings stellt sich diese Forderung aus dem Blickwinkel der teleologische Interpretation der Entwicklung und Funktion von Lebewesen, die in der Debatte mit der häufigen Verwendung des Begriffs ‚eigenes Gut‘ aufscheint, auch ohne die Annahme, dass Pflanzen empfindungsfähig sind, als einzulösen dar.

Insofern die Rede vom ‚eigenen Gut‘ auf Individuen beschränkt ist, erweist sich die Frage nach der Individualität als eine zweite Bruchlinie, die sich zwischen Kritikern und Befürwortern auftut. Geht man davon aus, dass sich Pflanzen durchaus anhand klassischer Kriterien als Individuen beschreiben lassen, erweist sich das eigene Gut eines jeweiligen pflanzlichen Individuums als Maßstab zur Bewertung menschlichen Handelns an Pflanzen im Lichte ihrer Würde.

Geht es um konkrete Bewertungskriterien für den Umgang mit individuellen Pflanzen spielt der Begriff der Integrität in der Debatte eine zentrale Rolle. In diesem Kontext konnten allerdings zwei verschiedene Interpretationen dieses Begriffs unterschieden werden. Das erste, häufiger verwendete Verständnis dieses Begriffs wird synonym zum Begriff des eigenen Gutes gebraucht. Damit verbindet sich die Vorstellung eines guten Zustandes eines Individuellen Lebewesens, der in der Erfüllung eines bestimmten Artideals besteht. In diesem Zusammenhang spielen der Begriff der Natürlichkeit und die Idee einer guten Ordnung der Natur eine bedeutsame Rolle. Mit derartigen Annahmen sind allerdings nicht unerhebliche Schwierigkeiten verbunden, die sich u.a. darin äußern, dass es kaum möglich scheint, ohne Rückgriff auf menschliche Wünsche festzulegen, worin das eigene Gut konkret besteht und damit, wann das eigene Gut, die Integrität einer individuellen Pflanze beeinträchtigt ist. Eine solche Vorgehensweise stünde allerdings im Widerspruch zu der mit der Würde der Pflanze verbundenen Forderung, Pflanzen direkt moralisch zu berücksichtigen. Für moralisch praktische Fragen erweist sich daher eine zweite, immer wieder aufscheinende, aber selten explizit betonte Interpretation von ‚Integrität‘ als hilfreich. Diese, die sich auch sehr gut mit dem Begriff des Gedeihens beschreiben lässt, ist eher dynamischer Natur, insofern sie sich auf den Prozess der Integration der Einzelteile und der verschiedenen Funktionen eines Lebewesens beziehen. Dass es diese Art der Individualität schaffenden Integration bei Pflanzen tatsächlich auch gibt, zeigen neuere Ergebnisse der pflanzenphysiologischen Forschung, die in diesem Kontext ihrerseits den Begriff der Korrelation verwenden. Als Kriterium für die Bewertung menschlicher Handlungen im Lichte der Würde der Pflanze dient also nicht das eigene Gut selbst. Vielmehr geht es hier darum, mit dem Gedeihen die internen Bedingungen, welche notwendig sind, um sich auf das eigene Gut hin entwickeln zu können, nicht zu beeinträchtigen.

Befürworter einer Pflanzenethik, welche die direkte moralische Berücksichtigung pflanzlicher Individuen einschließt, könnten nun einwenden, dass der Begriff der Würde in Bezug auf Pflanzen unpassend erscheint. Das gelte v.a. angesichts der Tatsache, dass eine so verstandene Pflanzenwürde keine Abschattung der Menschenwürde sein kann, weswegen besser auf in diesem Kontext bereits etablierte Begriffe, wie ‚inhärenter Wert‘, ‚intrinsischer Wert‘ oder ‚Eigenwert‘ zurückgegriffen werden sollte. Dem kann entgegen gehalten werden, dass zumindest im deutschsprachigen Raum der Begriff der Würde im Bezug auf Menschen, aber auch in Bezug auf Pflanzen prima facie die Konnotation eines moralischen Anspruchs zur direkten moralischen Berücksichtigung und damit zum Individualschutz mit sich trägt. Diese Aussage tragen die in jeweils sehr unterschiedlichen Interpretationen verwendeten Konkurrenzbegriffe so selbstverständlich nicht mit sich. Hinsichtlich der zu erfüllenden Funktion erscheint die Verwendung des Würdebegriffs in Bezug auf Pflanzen also als sinnvoll. Sorgen vor einer unbegrenzten Ausweitung des Würdebegriffs können vor diesem Hintergrund auch ausgeräumt werden, insofern er nur in Bezug auf individuelle Lebewesen Anwendung finden kann.

 

 

Würde und Gentechnik

 

Sammelband:

 

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Welche Rolle spielt das Konzept der Würde nichtmenschlicher Lebewesen in der Diskussion um die moralische Zulässigkeit der gentechnischen Veränderung von Tieren und Pflanzen, welche Rolle kann sie spielen? Zeigt der Würdebegriff eine Grenzlinie auf, die von der Gentechnik überschritten wird? Diesen Fragen widmete sich eine zweite, interdisziplinäre Klausurtagung, die vom 31. März bis 3. April 2009 im Schlosshotel Eyba stattfand.

 

Philosophen, Theologen, Ethiker und Naturwissenschaftler behandelten die ethischen Implikationen der Gentechnik an Tieren und Pflanzen aus unterschiedlicher Perspektive, aber doch unter erkennbar einheitlichen Maßstäben. Ihre Tagungsbeiträge konnten durch die gemeinsame Veröffentlichung im Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, erschienen im Okt. 2009 Bd. 4 (3+4), einem großen, sachkundigen Publikum zugänglich gemacht werden.

 

Sie enthält außerdem die Beiträge von P. Kunzmann „Die Würde der Kreatur und die Frage nach dem moralischen Status von Pflanzen und Tieren bei gentechnischen Eingriffen“, N. Knoepffler „Würde versus Gentechnologie?“, D. Preuß „Die ‚Würde der Kreatur‘ im Kontext der Gentechnologie – zwei Facetten einer Anthropologie“ sowie von S. Odparlik „Die Würde der Pflanze versus Gentechnik?“.

 

Skizze der bisherigen Ergebnisse:

Die Konzepte Tier- und Pflanzenwürde sind im Kontext der Gentechnik entstanden. Es hat sich allerdings gezeigt, dass sie sich keineswegs auf diese beschränken lassen, sondern auch ein neues Licht auf die konventionelle Pflanzen- und Tierzucht werfen. Auch wenn sich im Lichte der Würde nichtmenschlicher Lebewesen keine Bruchlinie zwischen gentechnischen und klassischen Zugriffen auf Pflanzen und Tieren zeigt, so gibt es dennoch Fälle gentechnischer Veränderungen, die aus diesem Blickwinkel markiert und kritisiert werden können, so z.B. die so genannte ‚Terminatortechnik‘ und die Herstellung von ‚Onko-Mäusen‘. Für die moralische Bewertung gentechnischer Eingriffe an Tieren und Pflanzen im Lichte ihrer Würde bietet sich die Integrität als ein nicht nur vieldiskutierter, sondern auch als ein hilfreicher Maßstab an.

 

 

Würde und Pflanzen, Tiere und das Humane – Einblick und Ausblick

 

Der Abschluss der Förderphase des Projektes durch das BMBF gab Anlass zur öffentlichen Darstellung der bisherigen Forschungsergebnisse auf dem Thüringentag für Philosophie am 12. November 2010, welcher gemeinsam mit der Thüringischen Gesellschaft für Philosophie ausgerichtet wurde. Auf dieser Tagung wurde aber nicht nur nach der moralischen Bewertung der Gentechnik an Tieren und Pflanzen gefragt. Vielmehr wurde der Blick auf den nun folgenden letzten Abschnitt der Projektlaufdauer gerichtet. So wurden die behandelten Fragen auf den technischen Zugriff auf Menschen mit besonderem Fokus auf die Möglichkeiten des Enhancements erweitert.

 

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Ein entsprechender Sammelband erschien im Sommer 2011 im Verlag Königshausen und Neumann unter dem Titel „Gentechnik – Pflanzen, Tiere und das Humane“. Der Sammelband enthält folgende Beiträge der teilnehmenden Gastwissenschaftler: Michael Hauskeller: „Würde als Auto-Integrität im gentechnischen Konfliktfeld“; Oliver Müller „Die ‚Natur des Menschen‘ und ihre medizinethische ‚Verbesserung‘. Ethische Überlegungen“ und Werner Theobald „Würde in der Biotechnologie“.

 

Außerdem enthalten sind folgende Beiträger von Mitarbeitern des Projekts „Würde in der Gentechnologie“: Peter Kunzmann „Würde in der Gentechnologie. Ein Projekt und seine Erträge“ und „‘Würde der Kreatur‘ und die Gentechnik. Ein Essay in Thesen“; Nikolaus Knoepffler „Würde – eine semantische Untersuchung“, Sabine Odparlik „Die Würde nichtmenschlicher Lebewesen. Jenseits des biokonservativen Sprachspiels“ und Dirk Preuß „Zum Schutz vor Missbräuchen der Gentechnologie: Die Tierwürde ins deutsche Tierschutzgesetz? Exemplarische Überlegungen“. Während Werner Theobald explizit nach den tieferen Wurzeln der Intuitionen fragt, welche sich im Ausdruck der Würde außerhumaner Lebewesen spiegeln, stellt Peter Kunzmann in seinem Beitrag dar, warum sich diese Intuitionen gerade im Zusammenhang mit der Gentechnik offenbarten. Darüber hinaus gibt er einen Überblich über die weiteren Forschungsergebnisse der Analyse der Debatte um die Würde nichtmenschlicher Lebewesen. Dabei wird die Eignung der Idee einer außerhumanen Würde zur Bündelung verschiedenster moralischer Intuitionen, welche mit der Gentechnik verbunden sind, deutlich. Andererseits erweist sich dieser Gedanke auch als äußerst fruchtbar für die ethische Auseinandersetzung mit dem Ressentiment gegen neue (bio-)technischen Möglichkeiten, weit über die Gentechnik hinaus. Michael Hauskeller fokussiert in seinem Beitrag die „Integrität“ als einen Schlüsselbegriff in der Debatte um den Schutz vor den Missbräuchen der Gentechnologie. Die Texte von Dirk Preuß und Sabine Odparlik dagegen untersuchen, welche Auswirkungen die Implikationen des Begriffs der „Würde der Kreatur“ im Recht bzw. im Rahmen der moralischen Bewertung gentechnischer Eingriffe in nichtmenschliche Lebewesen haben könnten. Nikolaus Knoepffler und Oliver Müller blicken zurück auf den Menschen und verweisen in ihrer Auseinandersetzung mit der Würde und Natur des Menschen und ihren Implikationen auf das Thema des dritten und letzten Abschnitts des Projekts „Würde in der Gentechnologie“.

 

Weitere Veröffentlichungen zum Thema siehe Publikationsübersicht unten.

 

Klausurtagungen

  • "Welche Eigenschaften verleihen Pflanzen Würde?"
  • 29.05. - 01.06.2007 in Eyba (Programm)
  • "Würde vs. Gentechnologie?"
  • 31.03. - 03.04.2009 in Eyba (Programm)

 

Workshops mit

  • Dr. Arianna Ferrari, Graduiertenkolleg „Bioethik“ am IZEW Tübingen:
  • „Verletzt die gentechnische Veränderung die Würde des Tieres“ (13.07.2005)
  • Mag. Herwig Grimm, Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften, München:
  • „Tierschutz und Würde des Tieres“ (14.07.2006)
  • Dr. Mathias Boysen, Arbeitsgruppe „Gentechnologiebericht“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften: „Grüne Gentechnik: Ethik und Technikfolgenabschätzung (16.07.2007):
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  • Dr. H. Bischoff, Gartenbaumuseum Erfurt, zum Thema Pflanzensymbolik und Symbolpflanzen (28.11.07)
  • Hr. Bellstedt, Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena zum Konservativen Naturschutz und Biodiversität (13.02.08
  • Dr. Dr. Tade Spranger, Institut für Wissenschaft und Ethik Bonn: „Rechtliche Aspekte der Biodiversität" (19.-20.05.08)
  • Kirsten Schmidt, Institut für Philosophie Bochum , zur Diskussion des Begriffs der Würde der Tiere angesichts der Möglichkeiten der Roten Gentechnik. (11.06.08).
  • Mit Fachleuten aus England und Deutschland, Workshop: Gentechnik – Human und Außerhuman (13.11.10)
  • Christina Pinsdorf, Institut für Wissenschaft und Ethik Bonn: „Anerkennungsverhältnisse in der Natur (17.12.2010)
  • Gespräch von Projektmitarbeitern und Studierenden mit Dr. Ulrich, einem Geschäftsführer der Geflügelhofs Hottelstedt GmbH, über Tierschutzmaßnahmen und Haltungsbedingungen im Legehennenbetrieb, inkl. Besichtigung der Ställe  (04.02.2011):
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Öffentliche Veranstaltungen

  • Vortragsreihe ta ethika: "Würde nichtmenschlicher Lebewesen" - Wintersemester 2005/06 (Plakat)
  • Halbtagesveranstaltung ta ethika: "Mehr als Grünfutter und Blumenschmuck?" - 01.06.2007 (Plakat)
  • Dornburger Dialoge: "Schonende Gentechnik?" - 03.04.2009 (Plakat)
  • Thüringentag für Philosophie 2010 „Gentechnik – Pflanzen, Tiere und das Humanum“ - 12.11.2010, Rosensäle Jena (Plakat)

 

Weitere öffentliche Vorträge (in Auswahl)

 

  • P. Kunzmann, Jena: Legehennen und andere glückliche Tiere (08.05.07)
  • A. Müller, RAG/Degussa, Konzernpräsentanz, Berlin: "Anwendung der Weißen Gentechnologie - Chance und Verpflichtung" (02.07.07)
  • M. Boysen, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften: "Technikfolgenabschätzung und Technikethik" (09.07.07)
  • T. Spranger, Institut für Wissenschaft und Ethik, Bonn: "Der rechtliche Schutz der Biodiversität" (19.05.08) 
  • P. Kunzmann: „Schmutzige Schöpfung?“, als Gast für das Expertengespräch am Theaterhaus Jena zum gleichnamigen Stück (24.01.2009) 
  • P. Kunzmann: „Gentechnik in ethischer Bewertung“ in der Reihe „Gentechnik in Europa“ des MPI für Chem. Ökologie und des Collegium Europaeum Jenense (9.12.2009) 
  • P. Kunzmann: „Gentechnik gegen den Welthunger?“, Ökomen. Beirat Kirchen und Hochschulen in Jena (2.11.2009) 
  • S. Odparlik: Würde - Ein angemessener Begriff in Bezug auf nichtmenschliche Lebewesen?, als Teilnehmerin der ELSA-Klausurwoche „Würde und Autonomie als Leitprinzipien in Theorie und Praxis der Lebenswissenschaften“ vom 21. – 26.02.2011 in Bonn. 
  • S. Odparlik: „Die Würde von Tieren und Pflanzen“, Gastvortrag auf der Netzwerktagung Umweltschulen am Thillm Bad Berka (14.04.2011) 
  • S. Odparlik: Die Grüne Gentechnik aus der Perspektive der Pflanzenethik, Gastvortrag auf dem Doktorandentag des WeGa – Kompetenznetz Gartenbau am 24.11.2011 in Hannover. 
  • P. Kunzmann: Changing the Attitudes towards Animals, GSBC-Brown Bag-Seminar der Jena Graduate School am 4.01.2012
  • H. Baranzke, Universität Wuppertal: ta ethika-Vortrag zur religiösen Schlachtung von Tieren am 30.01.12 (Plakat)
  • P. Kunzmann: "Tiere in Massen - unsere Verantwortung für die Zukunft", Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung des Ökumenischen Beirats KIRCHEN UND HOCHSCHULEN in Jena (29.05.12)

 

Kooperationen 

 

Die Arbeitsgruppe hat eine ganze Reihe von wirkungsvollen Kooperationen aufgebaut zu Personen und Institutionen, die für das Forschungsfeld relevant sind, z.B. 

  • Arbeitsgruppe „Gentechnologiebericht“ an der Berlin- Brandenburgischen Akad. d. Wissenschaften
  • EKAH = Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich“
  • Kommission „Wissenschaft und Werte“ der Sächsische Akad. d. Wissenschaften
  • Department Biologie II: Humanbiologie/ Mol. Humangenetik der LMU, München
  • MPI für Chemische Ökologie, Jena
  • Institut für Pflanzenphysiologie; Univ. Jena
  • Univ. Jena: Vorbereitungs-Gruppe: Lebensentstehung- Lebenserhaltung-
  • Hanns-Seidel-Stiftung, München; Referat "Neue Technologien und Innovationen“
  • VetSuisse Fak., Bern
  • Interdisziplinäre Forschungsgruppe BIOS - Grenzfragen des Lebens (Prakt. Philosophie Univ. Mainz)
  • Gartenbau-Museum Erfurt
  • Südosteuropäisches Bioethik-Forum
  • Prof. Dr. Brandt, Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
  • Thüringische Gesellschaft für Philosophie
  • Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrdidaktik und Medien (Thillm), Bad Berka
  • DFG-Graduiertenkolleg „Menschenwürde und Menschenrechte“
  • Collegium Europaeum Jenense


Besonders intensiv ist die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Gentechnologiebericht“ von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Workshop und Gastvorlesung haben bereits stattgefunden, geplant sind weitere Workshops, Seminare und Fachtagungen, gemeinsame Publikationen und Forschungsprojekte. Ganz konkret entstanden und entstehen Beiträge des Teams zum Gentechnologiebericht.

 

Publikationsübersicht

 

 Sammelbände: 

  • Kunzmann, P./ Odparlik, S./ Knoepffler, N.: Gentechnik – Pflanzen, Tiere und das Humane, Kritisches Jahrbuch der Philosophie der Thüringischen Gesellschaft für Philosophie, Würzburg: Königshausen & Neumann 2011.
  • Odparlik, S./ Kunzmann, P./ Knoepffler, N.: Wie die Würde gedeiht. Pflanzen in der Bioethik. München: Utz 2008.
  • Odparlik, S/ P. Kunzmann.: Eine Würde für alle Lebewesen? München: Utz 2007.

 Monographien: 

  • Knoepffler, N./ Odparlik, S./ Achatz, J./ O'Malley, M.: Grüne Gentechnik und Synthetische Biologie – keine Sonderfälle. Freiburg: Alber 2013
  • Odparlik, S.: Die Würde der Pflanze. Ein sinnvolles ethisches Prinzip im Kontext der Grünen Gentechnik? Freiburg: Alber 2010.
  • Kunzmann, P.: Die Würde des Tieres – zwischen Leerformel und Prinzip. Freiburg: Alber 2007.

 Beiträge:  

 (1) Dr. Anne Siegetsleitner

  • Zur Würde nichtmenschlicher Lebewesen: In P. Kunzmann, S. Odparlik (Hrsg.): Eine Würde für alles Leben? München 2007 (S. 103-118).

 (2) Prof. Dr. Peter Kunzmann

  • Erbarmen mit dem Vieh. In: Zeitzeichen 1/2006 (S. 28–30).
  • Geleitwort zu G. Heuschmann: Finger in der Wunde. München 2006. (S. 12-14)
  • (mit Th. Richter): Ethical and scientific aspects concerning animal welfare and falconry. In: Mews Views (RSA), 4/2006. (S. 39-42)
  • Biblical Anthropocentrism and Human Responsibility. In: J. Keller, A. Zabołotny u. a. (Hrsg): „Nauka - Etyka - Wiara“. Warszawa 2006 (125-129).
  • Der stumme Appell um Schonung. Hans Jonas und der systematische Ort einer „Würde der Kreatur“. In P. Kunzmann, S. Odparlik (Hrsg.): Eine Würde für alles Leben? München 2007 (S. 9-34).
  • „Ethik des Zaunes“ und „Ethik der Waage“. Argumentationstypen in der Bioethik. In: Politische Studien 412, März-April 2007 (S. 76 – 85).
  • Die Stufen des Ethischen und die Pflanzen. In: S. Odparlik u.a.: Wie Würde gedeiht. München 2008 (S. 135-159).
  • Ethische Fragen der Kaninchenhaltung. In: Lehr- und Informationsschrift für Kaninchenzüchtervereine 66/2008. (S.89-92). Wiederabdruck in: Kaninchenzeitung 18/2008 (S.16-17).
  • Warum Albert Schweitzer keine ethischen Ausführungsbestimmungen gab. In: Tagungsband der DVG-Fachgruppe Tierschutz 2009. (S. 1-5)
  • (mit Th. Blaha und Th. Richter): Tierschutz objektivieren. In: Tagungsband der DVG-Fachgruppe Tierschutz 2009 (S. 6-16).
  • (mit S. Hartnack, M. G. Doherr, H. Grimm): Massentötungen bei Tierseuchenausbrüchen – Tierärzte im Spannungsfeld zwischen Ethik und Seuchenbekämpfung. Deutsche tierärztliche Wochenschrift 116, Heft 4, 2009 (S. 152-157)
  • Was gibt wertgebenden Arten Wert? In: Was kostet der Naturschutz? Schriftenreihe der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Nr. 86, Jena 2009 (S. 3-8)
  • (mit N. Knoepffler): Querschnitt Ethik: Argumentative Dimensionen in der ethischen Bewertung der Gentechnologie. In: B. Müller-Roeber (Hrsg.): Zweiter Gentechnologiebericht. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Berlin 2009 (S. 384-419)
  • Die ,,Würde der Kreatur’’ und die Frage nach dem moralischen Status von Pflanzen und Tieren bei gentechnischen Eingriffen. In: Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. 2009, 3+4 .(S. 305–311)
  • Biotechnology, Battery Farming and Animal Dignity. In: F.-Th. Gottwald H.-W. Ingensiep, (eds.): Food Ethics. Positions, Instruments & Applications in a Globalized World. New York 2010, (S. 101-116)
  • Würde – Variationen und Nuancen einer Universalie. In: Chr. Baumbach, P. Kunzmann: Würde – dignité – godność – dignity: Menschenwürde im internationalen Vergleich. München 2010. (S. 19-40)
  • Würde und Kreatürlichkeit. In: Chr. Ammer, V. v. Bülow und M. Heimbucher (Hrsg.): Herausforderung Menschenwürde, Neukirchen-Vluyn 2010 (S.61-79)
  • Die Verantwortung des Verbrauchers und einige ihrer Grenzen. In: Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. 1/ 2010. (S. 1-5)
  • Würde und Kreatürlichkeit. In: Chr. Ammer, V. v. Bülow und M. Heimbucher (Hrsg.): Herausforderung Menschenwürde. Neukirchen-Vluyn 2010 (S.61-79)
  • „Warum legt die Gesellschaft unterschiedliche Maßstäbe im Umgang mit Tieren an?“ In: Belastung von Tieren. Was ist ethisch vertretbar? Boller Skripte 2/2010, hrsg. v. d. Evangelischen Akademie Bad Boll. (S. 7-13)
  • (mit J. Lemke): Wildtierfütterung im Spannungsfeld von Tierethik und Ökoethik. In: Tagungsband der DVG-Fachgruppe Tierschutz 2010. (S. 5-11)
  • Ethische Antworten auf moralische Anfragen an die Geflügelhaltung (Special Invited Paper) für Arch. Geflügelk., 74 (1). 2010 (S. 1–5)
  • Englische Übersetzung davon: Ethics in the poultry industry – answering moral questions of society. In: Lohmann Informations Vol. 46 (1), April 2011, (S. 3-9)
  • (mit A. Fahrion et al.): Das Töten und die Würde von Tieren: ein Problem für Tierärzte? Schweiz. Arch. Tierheilk. Band 153, Heft 5, Mai 2011, (S. 209 – 214) DOI 10.1024/0036-7281/a000184
  • Person als Schlüsselkategorie der Ethik. In: Heidelberger Jahrbücher –Bd. 54: Menschen-Bilder in den Wissenschaften. Berlin: Springer 2012 (22 S.)
  • (mit M. Rosenberger) Ethik der Jagd und Fischerei. In: H. Grimm / C. Otterstedt (Hrsg.): Das Tier an sich? – Disziplinen übergreifende Perspektiven für neue Wege im wissenschaftsbasierten Tierschutz. Göttingen: V&R 2012
  • (mit K. Schmidt) Philosophische Tierethik. In: H. Grimm / C. Otterstedt (Hrsg.): Das Tier an sich? – Disziplinen übergreifende Perspektiven für neue Wege im wissenschaftsbasierten Tierschutz. Göttingen: V&R 2012

 (3) Sabine Odparlik:

  • Odparlik, S.: Pflanzen. In: Kapust, Antje/ Gröschner, Rolf/ Lembcke, Oliver (Hg.): Wörterbuch der Würde, Stuttgart: UTB 2013
  • Chimären/ Hybride. In: Kapust, A./ Gröschner, R./ Lembcke, O. (Hg.): Wörterbuch der Würde, Stuttgart: UTB 2013
  • Würde – ein angemessener Begriff in Bezug auf nichtmenschliche Lebewesen? In: Baranzke, H./ Duttge, G. (Hg.): Autonomie und Würde. Leitprinzipien in Bioethik und Medizinrecht., Würzburg: Königshausen & Neumann 2013
  • Die Würde nichtmenschlicher Lebewesen jenseits des biokonservativen Sprachspiels, In: Kunzmann, P./ Odparlik, S./ Knoepffler, N.: Gentechnik – Pflanzen, Tiere und das Humane, Kritisches Jahrbuch der Philosophie der Thüringischen Gesellschaft für Philosophie, Würzburg: Königshausen & Neumann 2011.
  • Würde der Pflanze versus Gentechnik? In: Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 4 (2009), 367-375.
  • Ecology. In: Birx, J. (Hg.): Encyclopedia of Time, Bd. 1. Sage: Thousand Oaks, California 2009, 365-372.
  • Die Individualität der Pflanzen im Kontext der Diskussion um die Würde der Kreatur. In: Kunzmann, P./ Odparlik, S./ Knoepffler, N. (Hg.): Wie die Würde gedeiht. Pflanzen in der Bioethik, München: Utz 2008, 275-299.
  • Die Würde der Pflanze zwischen Gleichheit und Andersartigkeit. In: Kunzmann, P./ Odparlik, S./ Knoepffler, N. (Hg.): Wie die Würde gedeiht. Pflanzen in der Bioethik, München: Utz 2008, 183-202.
  • Und die Würde der Pflanze? In: Odparlik, S./ Kunzmann, P.: Eine Würde für alle Lebewesen?. München: Utz 2007, 73-101.

 (4) Peter Kunzmann und Sabine Odparlik:

  • P. Kunzmann, S. Odparlik: Tiere und Pflanzen als Gegenstand der Forschung – eingedenk ihrer Würde. Bulletin der Vereinigung der Schweizerischen Hochschuldozenten. 34. Jg. 3/4, Nov. 2008 (S. 48-57)
  • P. Kunzmann, S. Odparlik: Würde versus Gentechnologie? Editorial im Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. 2009, 3+4 .(S. 237–238).
  • Gemeinsame Einleitungen zu:
  • P. Kunzmann, S. Odparlik: Vorwort. In: S. Odparlik; P. Kunzmann (Hrsg.): Eine Würde für alle Lebewesen? München: Utz. 2007 (S. 1-5).
  • S. Odparlik, P. Kunzmann, N. Knoepffler: Vorwort. In: S. Odparlik, P. Kunzmann, N. Knoepffler (Hrsg.): Wie Würde gedeiht. München 2008: Utz (S. 1-6).

 (5) Dr. Dirk Preuß:

  • Die „Würde der Kreatur“ im Kontext der Gentechnologie – zwei Facetten einer Anthropologie, in: Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. 2009, 3+4 S. (393-398).
  • Die „Würde des Tieres“ – eine Interpretation anhand seiner „Mitgeschöpflichkeit“, In: Zeitschrift für evangelische Ethik 2, 111-118.
  • Zum Schutz vor Missbräuchen der Gentechnologie: Die Tierwürde ins deutsche Tierschutzgesetz? Exemplarische Überlegungen, In: Kunzmann, P./ Odparlik, S./ Knoepffler, N.: Gentechnik – Pflanzen, Tiere und das Humane. Kritisches Jahrbuch der Philosophie der Thüringischen Gesellschaft für Philosophie, Würzburg: Königshausen & Neumann 2011.

 (6) Prof. Dr. mult. N. Knoepffler:

  • Grüne Gentechnik – ein Bewertungsmodell. In: Wie Würde gedeiht. München 2008: Utz. (S.203-222).
  • Würde versus Gentechnologie. In: Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. 3+4/2009, (S. 325-330).
  • Würde- eine semantische Untersuchung. In: Kunzmann, P./ Odparlik, S./ Knoepffler, N.: Gentechnik – Pflanzen, Tiere und das Humane. Kritisches Jahrbuch der Philosophie der Thüringischen Gesellschaft für Philosophie, Würzburg: Königshausen & Neumann 2011.